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dju Münsterland fordert: Manuscriptum-Verleger Thomas Hoof soll aufhören, Journalisten zu drangsalieren

Eingestellt am 08.10.2021


Auch kritische Nachfragen zur Gründung einer gemeinnützigen Stiftung durch den Verleger müssten erlaubt sein. Der dju seien inzwischen mindestens drei Fälle bekannt (WDR Landesstudio Münster/ Ruhrnachrichten/ Menschen Machen Medien) wo es nachweislich Einschüchterungsversuche gegeben habe, verbunden mit der Aufforderung vorformulierte Passagen in der Berichterstattung  zu übernehmen, die ansonsten "rechtswidrig" seien - eine Rechtsauffassung, die nach  Einschätzung von renommierten Medienrechtlern vor kaum einem Gericht Bestand hätte. 

Positiv bewertet die dju,  dass dadurch die Berichterstattung nicht habe verhindert werden können. "Es passt alles nicht so recht zusammen, dass sich der angeblich so freigeistige, liberale Verleger,  der sich selbst so gerne auf die Meinungsfreiheit beruft, andererseits mit allen möglichen juristischen Mitteln versucht, eine kritische Berichterstattung über seinen Verlag zu verhindern oder diese in seinem Sinne zu beeinflussen". 
Der Vorsitzende der dju in verdi Münsterland, Dr. Frank Biermann, der als Autor selbst betroffen ist, dankte ausdrücklich den Kolleginnen und Kollegen  vom DGB Münsterland und insbesondere aus dem Kreis Coesfeld für ihr vorbildliches Engagement in dieser Sache und die Solidaritätsbekundungen. "Mit ihren Mahnwachen haben sie auch ein Zeichen gesetzt für die Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit".
Den Verleger Thomas Hoof forderte die dju in verdi auf, Journalistinnen und Journalisten in Ruhe ihre Arbeit tun zu lassen, ohne diese mit juristischen Schreiben zu drangsalieren. 
 
Bild: Das Verlagsgebäude des Manuscriptum Verlages in Lüdinghausen. Foto: Frank Biermann
 
Zum Hintergrund:
https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/dritte-mahnwache-vor-verleger-villa-76417
 

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