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15. November 2014: Ein schwarzer Tag für Münster

Eingestellt am 08.11.2014

Münster. Die Ankündigung des Medienhauses Aschendorff, die gerade erst von ihr erworbene Münstersche Zeitung (MZ) in Münster, Greven und Steinfurt nur noch bis zum 15. November mit eigener Redaktion erscheinen zu lassen, hat bei der dju in ver.di Münsterland große Bestürzung ausgelöst. "Diese Verlagsentscheidung verursacht einen gravierenden Schwund an Presse- und Meinungsvielfalt in der Region und führt zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau in der Medienbranche", so der dju-Vorsitzende Dr. Frank Biermann.

Der Mantel mit dem überregionalen Teil der Zeitung komme weiterhin vom Alteigentümer der MZ, den Dortmunder Ruhrnachrichten, die lokalen Inhalten würden von den Lokalredaktionen der Westfälischen Nachrichten geliefert. Damit werde zwar der Titel "Münstersche Zeitung" erhalten, eine zweite lokale Meinung in den Städten Münster, Greven und Steinfurt fehle aber zukünftig. "Der 15. November wird als tiefschwarzer Tag in die Pressegeschichte Münsters eingehen", so Biermann.

Nach einer Belegschaftsversammlung am Montag sei klar, dass etwa die Hälfte der gut 70 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MZ betriebsbedingt gekündigt würden. Immerhin würden zwei Drittel der 240 Zusteller von Aschendorff ein Angebot zur Weiterbeschäftigung bekommen. Bei jetzt anstehenden Verhandlungen um einen Sozialplan und die Ausgestaltung einer Transfergesellschaft werde die Gewerkschaft den beteiligten Betriebsräten jede nur mögliche Unterstützung anbieten, um die fatalen Folgen eines Arbeitsplatzverlustes soweit wie möglich abzumildern. Auch die freien und festen freien Mitarbeiterinnen der MZ seien in hohem Maße sozial schutzbedürftig und dürften nicht leer ausgehen. Am Ende der Verhandlungen werde man dann sehen, was eine Ankündigung aus dem Hause Aschendorff Wert sei, der Arbeitsplatzabbau solle so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden, so die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Münsterland.

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